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Hölderlin liebt die Namen

Im Turm gibt sich Hölderlin einen neuen Namen. Er will Scardanelli heißen. Mit diesem Namen unterschreibt er auch seine Gedichte.

Lotte

»Nanu? Wer ist das denn? Scar-da-nel-li?«

Hölderlin

»Ich bin’s.«
»Der Scardanelli, das bin ich.«

Lotte denkt:

Lotte

»Ach, der Hölderlin, jetzt ist er wieder verrückt.«

Aber später, da erkennt Lotte etwas.
Hölderlin ist wirklich Scardanelli geworden.

Das Pesudonym Scardanelli in Hölderlins Handschrift

Scardanelli

Lotte erkennt, dass alles, was Hölderlin liebt,
auch in den kurzen Gedichten von Scardanelli steckt.

So ist auch hier der Tag offen,
und die Natur grün, wohin man schaut.
Die Sonne scheint, und wenn sie am Abend untergeht,
taucht sie die Welt in einen milden Schimmer.

Eines aber ist anders:
Die schöne Natur kann nicht mehr trösten.
Die Tage draußen vor der Tür machen froh,
aber die Ängste bleiben.
Der junge Hölderlin war voller Hoffnung und Liebe.
Der alte Scardanelli hat die Hoffnung verloren.
Seine Geliebte Susette Gontard ist viel zu früh gestorben.
Seine Familie ist weit weg.
Seine Freunde besuchen ihn nicht mehr.
Er wird alt und er versteht seine Gedanken nicht mehr.

Hölderlin weiß, dass er verwirrt ist.
Er verwandelt sich in Scardanelli.

Hölderlin bekommt dieses Buch mit seinen gesammelten Gedichten
im Jahr 1826 von Christoph Theodor Schwab geschenkt.
Er nimmt das Buch entgegen.
Er blättert durch die Seiten.
Dann holt er einen Stift
und schreibt ein neues Gedicht in das Buch hinein.
Das Gedicht unterschreibt er mit seinem neuen Namen: »Scardanelli«.
Dann schenkt er das Buch Christoph Theodor Schwab wieder zurück.

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