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September

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Wir genießen die letzten warmen Tage, während der Herbst immer näher rückt. Vermisst du in der nasskalten Jahreszeit auch manchmal die Wärme und Lebendigkeit des Sommers? Über dieses Gefühl hat auch Hölderlin in seinem Gedicht ›Hälfte des Lebens‹ geschrieben. Für den September basteln wir dazu Schwäne und setzen sie in eine schöne Spätsommer-Landschaft.

Du brauchst...

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Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget

Und voll mit wilden Rosen

Das Land in den See,

Ihr holden Schwäne,

Und trunken von Küssen

Tunkt ihr das Haupt

Ins heilignüchterne Wasser.


Weh mir, wo nehm’ ich, wenn

Es Winter ist, die Blumen, und wo

Den Sonnenschein,

Und Schatten der Erde?

Die Mauern stehn

Sprachlos und kalt, im Winde

Klirren die Fahnen.

Im Übrigen
›Hälfte des Lebens‹ ist eines der berühmtesten Gedichte von Friedrich Hölderlin. Er hat darin viele Details versteckt hat. Obwohl die beiden Strophen des Gedichts zwei völlig gegensätzliche Landschaften beschreiben, sind sie ganz ähnlich aufgebaut: Sie haben dieselbe Anzahl an Zeilen und bestehen auch aus beinahe genauso vielen Silben.

Deine Aufgabe Schritt für Schritt:

1

Hast du die Schwäne im Gedicht entdeckt? Aus dem bunten Origami-Papier wollen wir nun Schwäne falten, die du später in deinen Kalender kleben kannst. Eine Falt-Anleitung dazu findest du hier:

Nimm dir ein quadratisches Blatt und falte die untere Ecke einmal auf die obere oberen Ecke.

Falte das Papier wieder auseinander und drehe es so, dass die weiße Seite nach oben zeigt.

Nun faltest du die rechte obere und die rechte untere Kante auf den Falz in der Mitte.

Dann wendest du das Blatt, sodass die farbige Seite oben liegt.

Als nächstes faltest du die beiden Außenkanten wieder auf den Falz in der Mitte.

Jetzt faltest du die untere Spitze auf die obere Spitze. Das ist der Hals des Schwanes. Für seinen Schnabel knickst du ein Stück der Spitze um.

Richte den Hals des Schwanes auf. Dann klappst du die Flügel nach links unten bzw. nach rechts unten.

Der Schwan ist nun fast fertig. Du kannst ihn noch etwas zurecht biegen und die oberen Federn nach unten biegen.

2

Nachdem die Schwäne fertig gefaltet sind, brauchen sie unbedingt noch eine Umgebung, in der sie sich wohlfühlen. Inspirationen dafür findest du vielleicht in Hölderlins Gedicht. Du kannst den Hintergrund entweder direkt in den Kalender malen oder hierfür ein extra Blatt verwenden, das du später in den Kalender hinein klebst. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

3

Zuletzt platzierst du deine Schwäne auf dem Hintergrundbild und fixierst sie mit etwas Kleber.

So kann deine Kalenderseite aussehen:

Wir freuen uns über ein Bild von deiner Kalenderseite! Lass dir von einem Erwachsenen helfen und schicke uns ein Foto an hoelderlinturm@tuebingen.de

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Hölderlinturm Tübingen

Bursagasse 6
72070 Tübingen