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Buchpräsentation der Anthologie „natur/ver/dichten“ und Lesung mit Karin Fellner und Ron Winkler

»Baden-Württemberg erzählt«

Mittwoch
03. Juni
Beginn
18:30 Uhr
Eintritt
5€ / 3€ ermäßigt
Ort
Hölderlinturm, Museumsgarten

Die Anthologie „natur/ver/dichten“ versammelt Suchbewegungen von Lyriker\_innen, die Wahrnehmungen ihrer Umgebungen und Begegnungen mit dem Mehr-als-Menschlichen schildern. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung für die Ästhetik der Lyrik die Natur und urbane Restnatur hat. Die Anthologie verfolgt eine doppelte Blickrichtung: Die Entstehung und Überarbeitung von Gedichten ist mit der genauen Wahrnehmung von Veränderungen der aufgezeichneten Umgebungen verflochten. Renommierte Lyriker\_innen zeigen je ein Gedicht in der Erstfassung und in Überarbeitungsstadien, um direkten Einblick in die Arbeit am ›Naturtext‹ zu gewähren. Begleitend geben sie in kurzen Kommentaren Auskunft über den Entstehungsprozess: von der erlebten oder imaginierten Naturerfahrung oder Begegnungen mit dem Nicht-Menschlichen über deren (V)erdichtung bis zur finalen Version. Mit Beiträgen von: Mara-Daria Cojocaru, Daniela Danz, Ulrike Draesner, Susanne Eules, Karin Fellner, Norbert Hummelt, Angelika Overath, Steffen Popp, Jan Röhnert, Jan Wagner und Ron Winkler. „natur/ver/dichten“ wurde herausgegeben von Evi Zemanek und ist im Wallstein Verlag erschienen.

Karin Fellner, geb. 1970, arbeitet nach einem Studium der Literaturwissenschaften (M.A.) heute als Autorin, Lyrikvermittlerin und Schreibcoach in München. Sie leitet Schreibworkshops (u.a. für das Lyrik Kabinett München) und entwickelt didaktische Materialien zur Lyrikvermittlung („Praktisch: Lyrik“). Für das Jahrbuch der Lyrik 2024/25 war sie als Mitherausgeberin tätig.

Ihre Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Lyrikpreis der Südpfalz (2024). Bislang liegen sechs Gedicht-Einzelbände von ihr vor, die drei jüngsten – „Ohne Kosmonautenanzug“ (2015), „eins: zum andern“ (2019) und „Polle und Fu“ (2024) – erschienen in der Parasitenpresse, Köln.

Ron Winkler, geb. 1973 in Jena, lebt als Lyriker und Übersetzer in Berlin. 2024 veröffentlichte er seinen aktuellen Gedichtband „Unterwegs in der Verformung“ (Schöffling & Co.). Im gleichen Jahr erschien in seiner Übersetzung G. C. Waldrep: „Goldschlägerhaut. Gedichte aus zwanzig Jahren“ (Elif Verlag). Winkler edierte zudem etliche Anthologien, zuletzt „Weißabgleich. Gedichte“ (Edition Keiper, 2025). Das Schreiben über und mit Natur prägt sein Werk seit den eigenen Anfängen wesentlich.

Dies ist ein gemeinsames Projekt des Studio Literatur und Theater und des Deutschen Seminars der Universität Tübingen und des Hölderlinturm Tübingen.

Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg (Deutsches Literaturarchiv Marbach).

Bildnachweis:

Karin Fellner/Heike Bogenberger

Ron Winkler/Alberto Novelli

Hölderlinturm Tübingen

Bursagasse 6
72070 Tübingen

hoelderlinturm@tuebingen.de