Gerhard Wolfs „Hölderlin im Turm von Tübingen“ – Zur Hölderlin-Rezeption in der DDR
2024 erschien Gerhard Wolfs Büchlein „Der arme Hölderlin“ (1972) unter seinem Wunschtitel „Hölderlin im Turm von Tübingen“ neu - ein Jahr nach dem Tod des Schriftstellers, Verlegers und Ehemanns von Christa Wolf. Das Werk hat die Hölderlin-Rezeption in der DDR nachhaltig geprägt und hatte so auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die junge Lyrik in der DDR, die Gerhard Wolf gefördert hat wie kein anderer. Viele seiner Initiativen, wie die „Außer der Reihe“-Editionen beim Aufbau-Verlag, entstanden trotz Widerständen und setzten zentrale Impulse für die DDR-Literaturszene.
Gäste:
Anette Simon, Schriftstellerin, Tochter von Gerhard Wolf
Prof. Dr. Roland Berbig, emeritierter Professor für Neuere Deutsche Literatur, Humboldt-Universität Berlin
Prof. Dr. Thomas Schmidt, Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen in Bande-Württemberg am Deutschen Literaturarchiv Marbach (Moderation)
