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Dichtung als Therapieform? Hölderlins Genesungsweg

Prof. Dr. Uwe Gonther im Gespräch mit Andreas Jung

Donnerstag
13. Oktober
Dauer
16:00 Uhr - 17:30 Uhr
Eintritt
frei
Ort
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Calwerstr. 14, 72076 Tübingen

»Dedalus Geist und des Walds ist deiner.« (Friedrich Hölderlin: ›An Zimmer.‹ 1807)

Als der Dichter Friedrich Hölderlin 1806/07 im damals neueröffneten Tübinger Universitätsklinikum behandelt wurde, war die Psychiatrie gerade erst im Entstehen. Da man in der Dichtung eine Gefährdung seines Geisteszustands vermutete, wurde ihm dort unter anderem Papierentzug verordnet. In seiner Zeit im Turm schreibt Hölderlin schließlich bis zuletzt Gedichte. Womöglich eine Form der Selbsttherapie, auch für Nachfolgende. Ausgehend von den psychiatrischen Diskussionen um Hölderlins seelischen und geistigen Zustand beleuchtet Prof. Dr. Uwe Gonther, ärztlicher Direktor der Ameos Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie in Bremen, Geestland, Cuxhaven und Osterholz-Scharmbeck, den Umgang mit psychische Erkrankten von Hölderlins Zeit bis heute. Dabei kommt er mit dem Literatur- und Psychiatrie-Erfahrenen Andreas Jung, Sprecher des Vereins Experienced involvement (EX-IN) Hessen ins Gespräch - eine Initiative, die Betroffene als Genesungsbegleiter ins System der psychiatrischen Gesundheitsversorgung mit einbindet.

Begrüßung: Prof. Dr. med. Andreas J. Fallgatter, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen.

Eine Veranstaltung des Museums Hölderlinturm und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen im Rahmen des Monats der Seelischen Gesundheit der Universitätsstadt Tübingen.

Gefördert aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg (DLA Marbach).

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